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Seelenwärmer im Winter

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In den vergangenen Wochen gab es sogar bei uns flächendeckend Schnee! Bei eisigen Temperaturen gibt es für uns Katzen nichts Schöneres, als es uns mit Nine gemütlich zu machen. Da morgen Liebe-dein-Haustier-Tag ist, haben wir zwei Romane ausgewählt, die tierische Begleiter in den Mittelpunkt stellen. Anders als bei den sprechenden Tieren in einem früheren Beitrag reden Hunde und Katzen diesmal nicht.

Eine Samtpfote zum Verlieben

Gerade erst hat Nine Eine Samtpfote zum Verlieben (englischer Originaltitel: Talk to the Paw) von Melinda Metz gelesen. In diesem tierischen Liebesroman schwingt sich Kater MacGyver auf, seinem Frauchen Jamie und vielen anderen Nachbarn zu ihrem Glück zu verhelfen. Jamie hat durch ein Erbe die Möglichkeit, ein Jahr zur Selbstfindung zu nutzen. Sie ist aus einer Kleinstadt nach Los Angeles gezogen. MacGyver spürt dennoch, dass sie einsam ist, und beschließt, ihr einen Mann zu suchen. Hierfür schleppt er Unterhosen und andere Gegenstände von potenziellen Partnern an und legt sie ihr vor die Haustür. Jamies Nachbarn werden ebenfalls mit allerlei Gegenständen bedacht, sodass es zu neuen Chancen in allen möglichen Konstellationen kommt.

Eine Samtpfote zum Verlieben ist kein simpler Liebesroman, weil er verdeutlicht, wie genervt wir Katzen manchmal von unseren begriffsstutzigen Besitzern sind. Finlay kann ein Lied davon singen. Er „durfte“ letzte Woche im Schnee spazieren, aber ihm war viel zu kalt. So schnell er konnte, stiefelte er wieder ins Treppenhaus. Ich, Yoki, blieb gleich auf dem kuscheligen Sofa liegen. Für mich als Spanierin sind Minusgrade einfach nichts.

Kater Finlay stiefelt durch den Schnee

Ein Winter mit Baudelaire

Nicht nur am Liebe-dein-Haustier-Tag haben Finlay und ich das Glück, in einer warmen Wohnung zu leben und neben Futter auch Streicheleinheiten zu bekommen. Für viele Menschen und ihre treuen Begleiter ist dies jedoch keine Selbstverständlichkeit: Sie sind obdachlos. Ein Winter mit Baudelaire (französischer Originaltitel: Un hiver avec Baudelaire) von Harold Cobert spielt in Paris, der „Stadt der Liebe“, die hier knallhart erscheint.

Philippe durchlebt eine hässliche Trennung von seiner Frau, die ihn aus der gemeinsamen Wohnung wirft. Damit verliert er auch den direkten Kontakt zu seiner Tochter und wenig später seinen Job. Obdachlos steht er vor dem Abgrund, als ihm ein Hund begegnet. Philippe nennt ihn Baudelaire – nach dem französischen Dichter. Mit Baudelaires Hilfe und der Unterstützung einiger Menschen, die nicht wegschauen, schafft er Schritt für Schritt den Weg zu einem möglichen Neuanfang.

Liebe-dein-Haustier-Tag ganz anders

Nine verschenkte in den vergangenen Jahren immer einen Kalender über Düsseldorfer Straßenhunde, mit dem Obdachlose und ihre abgebildeten Helden unterstützt werden. Für 2021 kommt diese etwas andere Empfehlung zugegebenermaßen etwas spät, aber trotzdem möchten wir auf die tolle Aktion von fifty-fifty hinweisen. Behaltet sie vielleicht für 2022 im Hinterkopf und helft auf andere Art, denn da draußen kämpfen noch viel zu viele jeden Tag ums Überleben, gerade jetzt im Winter während der Pandemie. Nine fragt vor dem Supermarkt beispielsweise, was der Besitzer für sich und seinen Hund gebrauchen kann. Wasser und Futter sind die häufigsten Antworten. Aus Tierliebe teilen sie das Wenige, was sie bekommen können. Es gibt zwar die Möglichkeit, dass Hunde im Tierheim übernachten dürfen. Das ist allerdings oft sehr weit entfernt und die Fahrkarten dorthin zu teuer. So bleiben viele Wohnungslose mit ihren Tieren zwangsläufig in der Kälte.

Dieser Liebe-dein-Haustier-Tag ist ganz nett gedacht, doch was die Tiere mit ihren Menschen durchmachen, zeigt erst wirklich, was Liebe und Treue unter widrigsten Bedingungen bedeuten.

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