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Ich treffe dich zwischen den Zeilen

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Während es langsam Frühling wird, greife ich mit dem Roman Ich treffe dich zwischen den Zeilen von Stephanie Butland schon ein wenig dem Sommer vor.

Ein Fund am Meer

Naja, nicht direkt am Meer, aber 2021 in Graal-Müritz an der Ostsee. In der Ostsee-Buchhandlung gab die Inhaberin verschiedene Empfehlungen und diese hat mich überzeugt:

Die Ostsee-Buchhandlung Graal-Müritz empfiehlt Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Literatur – das geht immer! 😊 Außerdem ist ein Roman über Romane für mich als Leserin eine Herausforderung: Habe ich alle erwähnten Werke bereits gelesen, damit ich die Anspielungen verstehe? Einige meiner Lieblingsbücher greifen ebenfalls andere Texte auf.

Stephanie Butland hat mit Ich treffe dich zwischen den Zeilen (englischer Originaltitel: Lost for Words) genau meinen Nerv getroffen. Statt in sentimentalen Szenen zu versinken, weht hier mit einer jungen Heldin ein ganz anderer Wind.

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Loveday ist kein gewöhnliches Mädchen. Sie hat Piercings und schwarz gefärbte Haare. An sich noch nichts Besonderes, doch ihre Tattoos sind es. Sie lässt sich die Anfangssätze ihrer Lieblingsromane tätowieren. Dazu passt, dass sie als Aushilfe in einem Buchladen arbeitet. Dessen Besitzer Archie hat sie akzeptiert, so wie sie ist, und fördert sie.

Ohne Familie und richtige Ausbildung besteht ihr Alltag aus Arbeiten und Lesen. Einerseits genießt sie die Einsamkeit, andererseits ist sie nicht glücklich. Bücher sind ihre Freunde, die ihr unter anderem auch „Schmerz zufügen“ können, so sehr steigert sie sich in die Handlung hinein. Als eines Tages Nathan in der Buchhandlung auftaucht, ändert sich alles.

Risse in der Mauer der Angst

Lovedays Mauer bekommt Risse und die Gefühle für Nathan wirbeln ihre Welt ordentlich durcheinander. Ihre Angst, verletzt zu werden, gewinnt zunächst und sie gibt der Beziehung mit Nathan keine Chance. Sie erinnert an eine Schnecke, die sich bei Berührung in ihr Schneckenhaus zurückzieht. Es tut als Leserin weh, das Verhalten „mitanzusehen“, und erinnert an Die verborgene Sprache der Blumen.

Stephanie Butland hält jedoch einen weiteren Schicksalsschlag für Loveday bereit, sodass sie sich schließlich aus ihrer einsamen Komfortzone herauswagt. Am Ende ist bei weitem nicht alles in Ordnung, aber dieses Buch ist ein echter Mutmacher. Das Nachdenken über die eigenen Lebensumstände hat Ich treffe dich zwischen den Zeilen bei mir auf jeden Fall bewirkt.

Mit den Erinnerungen an die Ostsee freue ich mich umso mehr, dieses Jahr endlich wieder einmal ans Meer fahren zu können. Yoki und Finlay sind natürlich nicht begeistert, wenn ich mal weg bin. Ein bisschen Urlaub tut trotzdem gut. Ich bringe ihnen nach Möglichkeit immer etwas mit, an dem sie schnuppern können, sei es eine Muschel oder ein glatter Stein. Dann verzeihen sie mir auch meine Abwesenheit irgendwann. 😉

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